Blumenwiesenmischung Kleve-Kellen
Blumenwiesen-Mischung
„Kleve-Kellen“
Nach einer Empfehlung der
Landesanstalt für Ökologie, Landschaftsentwicklung
und Forstplanung NRW (LÖLF)
Naturnahe Gärten und Grünflächen gewinnen aus verschiedenen Gründen immer mehr Freunde. Wie man zu einer naturnahen, ausdauernden Grünfläche, in diesem Fall zu einer möglichst kräuter- und blumenreichen Wiese kommen kann, wird nachstehend angezeigt.
Ansaatmischung:
Neben Klima, Boden und Schnitt ist die Samenmischung von entscheidenem Einfluss für den Erfolg. Blumenwiesenmischungen enthalten häufig einen viel zu geringen Kräuteranteil - entsprechend hoch ist dann der Gräseranteil. Oft sind auch nur die einjährigen Arten enthalten die bei Frühjahrsaussaat nur im Aussaatjahr blühen und bei späterer Saat überhaupt nicht mehr - die meisten erfrieren im Winter.
Aber auch die ausdauernden Blumen und Kräuter, die vom zweiten Jahr ab blühen, erliegen der Konkurrenz der Gräser. Nur wenige Arten können sich behaupten, so dass schon nach ein bis zwei Jahren von einer wirklichen Blumenwiese keine Rede mehr sein kann.
Aus diesen Erfahrungen und aus Untersuchungen ergibt sich folgende Schlussfolgerung:
Die Aussaatmenge der Gräser muss drastisch herabgesetzt werden. Nur in einer lockeren Wiesennarbe können sich Blumen und Kräuter behaupten. Bei Grünlandaussaaten werden 300gr/100qm verwendet. Diese reichen auch für Blumenwiesen vollkommen aus! Eine Erhöhung der Aussaatmenge geht auf Kosten der Blumen und Kräuter im Bestand. Aus dem gleichen Grund muss auf hochwachsende Gräser (Glatthafer, Knäuelgras u.a.) verzichtet werden.
Von der LÖBF empfohlene Mischung aus Gräsern, Leguminosen, Wildblumen- und Kräutern
Aussaatmenge: 3g je qm
Zusammenstellung und prozentuale Mischungsverhältnisse:
GRÄSER:
Agrostis tenuis (Rotes Straußgras) 1,822%
Anthoxanthum (Ruchgras) 1,822%
Cynosums cristatus (Wiesengras) 3,644%
Festuca ovina (Schafschwingel) 14,577%
Festuca rubra commutato (Horst-Rotschwingel) 21,865%
Festuca rubra rubra (Ausl. Rotschwingel) 14,577%
Poa compressa (Flaches Rispengras) 1,822%
Poa nemoralis (Hainrispe) 1,822%
Poa palustis (Sumpfrispe) 1,822%
Poa pratensis (Wiesenrispengras) 7,7289%
Trisetum flavescens (Wiesenhafer) 1,822%
Gesamt: 72,886%
LEGUMINOSEN :
Anthyllis vulneraria (Gem. Wundklee) 0,729%
Lotus corriculatus (Gem. Hornsch. Klee) 0,729%
Medicago lupulina (Hopfenklee) 0,364%
Onobrychis viciifolia (Futter-Esparette) 1,458%
Triloliuin incamatum (Inkarnatklee) 0,146%
Gesamt: 3,426%
BLUMEN UND KRÄUTER:
Achillea millefolium 0,364%
Adonis aestivalis 0,729%
Agrimonia eupatoria 1,276%
Anthemis tinctoria 0,182%
Bellis perennis 0,364%
Campanula persicifolia 0,364%
Carumcarvi 1,458%
Centaurea cyanus 0,364%
Centaurea montana 0,364%
Centaurea scabiosa 0,364%
Chaerophyllum hirs. 0,364%
Chrysanth.loucanthen 1,093%
Chrysanth. Segetum 0,729%
Cichorium intybus 0,364%
Crepis biennis 0,364%
Daucus carota 0,729%
Dianthus camusian 0,364%
Dinathus celtoides 0,364%
Galium mellugo 0,729%
Galium verum 0,729%
Geranium pratenso 0,182%
Hypericum perforatum 0,729%
Knautia arvensis 0,364%
Linaria vulgaris 0,364%
Linum perenne 1,822%
Lychnis flos-cuculi 0,364%
Melandrium rubrum 0,182%
Myosotis silvatica 0,364%
Nigella sativa 0,729%
Papaver rhoes 0,364%
Pastinaca sativa 0,182%
Plantago lanceolata 0,182%
Primula elatior 0,364%
Primula veris 0,364%
Prunella vulgaris 0,729%
Rhinanthus minor 0,364%
Salvia pratensis 0,729%
Sanguisorba minor 1,822%
Silene cucubalus 0,364%
Taraxacum officinale 0,364%
Thymus serphyllum 0,364%
Tragopogon pratensis 0,364%
Viola odorata 0,364%
Gesamt: 23,688%